Der Saturn in der Opposition!

29 Juli, 2013

Bearbeitung der Bilder

Nach dem ich schon im letzten Beitrag geschrieben habe, dass ich einiges zum Erstellen und Bearbeiten von Mondbilder gelesen habe, hatte ich meinen Rechner etwas laufen lassen... 

Mit Hilfe von Capture NX (Umwandeln von RAW-Bilder in TIFF-Bilder, Helligkeit anpassen wenn gewünscht),  AviStack 2 (Überlagern von mehreren Bilder zu einem Bild) und zum Schluss noch mit Giotto 2.21 (Überlagern von Planetenbilder und die Schärfung der fertigen Bilder mit Mexican Hat Filter) habe ich aus den vielen Bilder der letzten Beobachtungsnacht paar gute Bilder erstellt. 

Der Aufwand ist zwar relativ hoch aber wenn man die Originalbilder anschaut, dann kann man deutlich einen Unterschied erkennen. Die Verbesserung ist teils erstaunlich. Für ein besseres Ergebnis hätte ich auch bessere Ausgangsbilder gebraucht. Da übe ich ja noch :). Hier also paar Bilder nach der Bearbeitung.
Der Mond 
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm, F/10
Kamera: NIKON D50, 1/80 Sek., ISO-200, 24.07.2013 ~01:30
 Summenbild aus 4 Bildern
Der Mond 
Barlowlinse: TeleVue 2,5x Powermate 1,25", F/25
Kamera: NIKON D50, 1/60 Sek., ISO-200, 24.07.2013 ~02:30
Summenbild aus 6 Bildern
Der Mond 
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm, F/10
Kamera: NIKON D50, 1/80 Sek., ISO-200, 24.07.2013 ~02:15
Summenbild aus 12 Bildern
Ich muss noch bessere Schärfe und Fokussierung beim erstellen der Bilder erreichen und Teleskop richtig justieren und einstellen. Mal schauen. Viel mehr ist mit meinem Teleskop vielleicht auch gar nicht rauszuholen.

26 Juli, 2013

Vollmond und Uranus

Nach einem erfolglosen Wochenende (keine gute Bilder) konnte ich nicht anders als es so schnell wie es nur geht noch einmal zu versuchen. Der Vollmond ist ja zum Glück etwas länger da geblieben und das Wetter ist auch nicht schlechter geworden. Ich würde sagen, wir hatte sogar besseres Seeing als am Wochenende. Aber eins nach dem anderen...

Am Anfang habe ich mein neues Stativ für die Kamera ausgepackt und zum aufwärmen versucht beim Vollmond das Sternbild Kassiopeia zu fotografieren. Danach wollte ich sehen, wie der Mond durch meine Kamera mit 55mm Objektiv ausschaut.

In der Zwischenzeit haben wir das Teleskop aufgebaut und ausgerichtet. Auf dem Programm stand diesmal: Bilder vom Vollmond, später Fotos vom Uranus, der ganze 19,69 Astronomische Einheiten (AE) also fast 20 mal weiter weg von der Sonne wie wir auf der Erde und damit seeehhhr weit weg ist und zum Abschluss noch ein Bild vom Jupiter und Mars bei aufgehender Sonne und sehr tief am Horizont. Und, um aufkommenden Fragen zuvorzukommen - ja, wir sind so verrückt gewesen und sind fast die ganze Nacht draußen gewesen!

Ich habe letzte Zeit etwas darüber gelesen wie man bessere Bilder macht und was man beachten muss. Ein wichtiger Punkt gleich am Anfang - ich habe noch nie bei meinem Teleskop (Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 203/2032 Advanced C8 AS-GT GoTo) geschaut wie gut der eigentlich "hergestellt" wurde und ich hatte den nie kalibrieren lassen. Ohne in die Details gehen zu wollen - ich muss das mal nachholen. Aber zurück zum Thema!

Zuerst haben wir etwa zwei Stunden lang den Mond beobachtet und versucht zwischendurch Fotos zu machen. Es sind sehr viele Fotos geworden von denen ich später noch welche, nach dem ich diese noch bearbeitet habe, im gesonderten Beitrag nachliefere. Paar sind auch so schon recht gut geworden und hier sind die Fotos (wie immer nur etwas Licht und Schärfe angepasst).
Der Mond 
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm, F/10
Kamera: NIKON D50, 1/80 Sek., ISO-200, 24.07.2013 02:11
Der Mond 
Barlowlinse: TeleVue 2,5x Powermate 1,25", F/25
Kamera: NIKON D50, 1/60 Sek., ISO-200, 24.07.2013 02:30
Gegen drei Uhr hatten wir genug vom Mond und haben uns dem Uranus gewidmet. Dieser ist auf dem Himmel mit bloßen Augen eigentlich gar nicht auszumachen. Nur wenn man ganz genau weiß, wo der sich befinden muss, kann man einen kleinen Punkt flackern sehen. Mit meinem Teleskop mit GoTo-Vorrichtung hatte ich hier aber ein leichtes Spiel.

Selbst beim guten Wetter, wie am diesen Mittwoch, ist der Uranus nicht viel mehr als eine bläulicher Punkt. Durch mein Teleskop mit der mir zur Verfügung stehenden, kleinsten Vergrößerung ist der Eisriese ein Punkt mit etwa 2-3 mm Durchmesser. Mit jeder weiteren Vergrößerung war das flackern des Punktes immer stärker und zum Schluss konnte man gar nicht mehr von einem Planeten sprechen. Mit einer absoluten Helligkeit von etwa 30 und bei etwa 36° über dem Horizont ist das ein sehr schwierig zu beobachtende Objekt am Himmel.  Hier meine ersten Bilder von Uranus (stark vergrößert).

Der Uranus
Barlowlinse: TeleVue 2,5x Powermate 1,25", F/25
Kamera: NIKON D50, 10 Sek., ISO-800, 24.07.2013 03:32
Das Bild habe ich wohl zu schlecht geprüft. Das Bild ist deutlich überbelichtet. In der Nacht ist mir das nicht aufgefallen. Ich habe aber noch viele andere Bilder, wo ich dran bin mit der Bearbeitung.

Wenn man auf das Bild oben klickt, wird man unterhalb (3) und oberhalb (1) von Uranus sind keine Sterne oder Monde zu sehen (die Punkte kommen vom Bildrauschen meiner Kamera - auch wenn die Position zu den Monden passt :)).
Die Monde Ariel und Miranda sind viel kleiner als der Mond Titania (etwa nur 1/4 der Größe), auch wenn Ariel besseres Rückstrahlvermögen (Albedo von bis zu 0.35) hat. Der Mond Titania, wäre rechts unten zu sehen, links daneben Umbriel. Unter diesen beiden, direkt unter Uranus müsste Oberon stehen.

Ich werde mir die nächste Uranusopposition am 3.10.2013 in den Kalender schreiben. Dort wird er, wenn das Wetter mitspielt, besser zu sehen sein!
Stellarium 0.12.1 - Uranus in der Opposition am 3.10.2013
Zum Abschluss haben wir uns noch den Sonnenaufgang angeschaut und dabei die Gelegenheit genutzt den Mars und Jupiter anzuschauen. Diese sind zuvor als "Begleiter der Sonne" quasi vorne weg spaziert. Wir sind aber zu müde gewesen um auch davon noch gute Bilder zu machen.

Damit ging also ein lange Nach zu Ende, die ganz der Astronomie gewidmet war.

23 Juli, 2013

Vollmond am Wochenende

Am Wochenende ist das Wetter wieder gut gewesen und wir hatten uns für eine Stunde den Mond angeschaut. Dieses Mal gab es auch weniger Luftunruhen, sodass man mehr Details erkennen konnte. Ich hatte auch paar Fotos, teils mit meinen neuen Filtern, gemacht. Leider sind die aber nichts geworden. Ich muss noch viel üben...

Zum Schluss haben wir versucht den Neptun und Uranus zu sehen. Beide sind am Abend noch sehr tief am Horizont und man kann diese nur schwierig beobachten.

Auch wenn der Neptun bald seine Opposition erreichen wird, so ist bei diesem Gasriesen, so tief am Horizont, noch nicht einmal seine blaue Farbe richtig zu erkennen. Vielleicht muss ich dafür früh am Morgen raus. Bei Uranus, ob wohl dieser noch einmal tieferer steht, ist die Farbe gut erkennbar gewesen. Der Mond Triton war aber für uns als solcher nicht zu erkennen.

Dann wurde uns es viel zu kalt - die Frau ist ins Auto verschwunden. Zudem haben ihr die wilden Tierchen zu viel Angst eingejagt - dieser Vollmond...

22 Juli, 2013

Galaxien und Nebel

Am Samstag sind wir beim guten Wetter rausgefahren und hatten uns vorgenommen die Messier-Katalog-Objekte anzuschauen. Wir hatte die tolle Übersicht der Wikipedia als Vorlage genommen und wollen sehen, was davon wie gut wirklich zu sehen ist.

Das Wetter war sehr gut, der Himmel frei aber die Luftfeuchtigkeit und Turbulenz doch sehr hoch - kurzum, das Seeing, wie so oft in Deutschland, eher schlecht als recht. Das hat sich auch beim Beobachten bemerkbar gemacht. Die Taukappe von meinem Teleskop schafft es bei dieser Feuchtigkeit auch nicht wirklich das Objektiv zu schützen. Je später es wurde, um so schwieriger konnte man Fokussieren.

Ich habe zur Zeit keine Ausrüstung um Bilder von Deep-Sky Objekten zu machen. Ich hatte dennoch versucht paar Probeaufnahmen zu machen um hier erste Erfahrung zu machen. Wir haben aber das recht schnell aufgegeben, und haben danach nur noch Beobachtet.

Der Himmel selbst hat wunderschöne Ansicht geboten (die Milchstraße konnte man ganz gut sehen). Wir müssen das nächste Mal mehr Zeit mitbringen und einplanen um die Objekte genauer anschauen zu können. 

Wir haben mit der Andromedagalaxie (M31) angefangen, die aber erstaunlich schlecht zu sehen gewesen ist. Eigentlich hatten wir diese Galaxie schon unter ähnlichen Bedingungen beobachtet und hatten bessere Ergebnisse. Der Ringnebel (M57) lag in die "gegenüberliegende Himmelsrichtung", fast direkt über uns und diesen hatten wir recht deutlich gesehen. Dazwischen haben wir uns im Süden paar Sternenhaufen wie M13 angeschaut, die am besten zu sehen waren.