12 November, 2014

Rosetta Spacecraft - 67p/Churyumov-Gerasimenko

"Hey, wir landen auf einem Kometen. Das ist nicht trivial..." - Jean-Pierre Bibring, Professor of Physics, Paris Sud 11 University

Kleiner Post zum Thema, welches uns noch sicher ein paar Jahre begeistern wird. Da "draußen" fliegen gerade rund 100 kg bester Elektronik und heute wurde der erste Versuch gestartet auf einem Kometen - 67p/Churyumov-Gerasimenko - zu landen.

Wer das live verfolgen möchte, hier ein paar wichtige Links.


09 November, 2014

Graufilter für Mondaufnahmen mit meiner CCD-Kamera

Ich habe ja schon oft berichtet, dass meine CCD-Kamera für Mondaufnahmen (Vollmond besonders) zu empfindlich ist. Viele Bereiche sind überbelichtet und die Aufnahme unbrauchbar.

Jetzt habe ich durch meinen Sternfreunde Verein einen guten Tipp bekommen: Graufilter wie z.B. der Baader Planetarium OD 0,6 ND Filter 2"! Das sind Filter, die (einfach gesagt) das Licht um bestimmten Faktor abdunkeln. So hatte ich vier solcher Filter zum Testen und Probieren nach Hause bekommen. 

Nun war auch am WE ein toller Zeitpunkt um gute Test zu fahren, der Vollmond war da. Aber nicht in Berlin - mal wieder. Die Wolkendecke ist hier einfach zu oft im Weg. So hatte ich die ca. vier bis fünf Tage um dem Vollmondzeitpunkt nicht nutzen können. Erst später, als der Mond etwa 95% Beleuchtung aufweiste, hatte ich für kurze Zeit die Möglichkeit gehabt die Filter zu testen.


Ich musste schnell Fotos machen und konnte gar nicht alle Filter ausprobieren. Aber ein Filter mit 25% und 1,5% Lichtdurchlass konnte ich testen und die Ergebnisse waren sehr gut. Für ein vollständiges Mosaik-Bild vom Mond hat mir aber die Zeit nicht gereicht. Trotz dem, hier ein paar Bilder, die alle mit dem Baader Planetarium OD 0,6 ND Filter 2" gemacht wurden.
Der Mond - Krater Tychon
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Baader Planetarium OD 0,6 ND Filter 2"
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,03s), 09.11.2014 ~00:20
Der Mond - Mare Tranquillitatis, Crisium und Fecunditatis
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Baader Planetarium OD 0,6 ND Filter 2"
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,03s), 09.11.2014 ~00:20

Der Mond - Mare Imbrium, Serenitatis und Tranquillitatis
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Baader Planetarium OD 0,6 ND Filter 2"
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,03s), 09.11.2014 ~00:20

Der Mond - Krater Aristarchus, Kepler und Copernicus
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Baader Planetarium OD 0,6 ND Filter 2"
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,03s), 09.11.2014 ~00:20

Der Mond - Mare-Imbrium und Serenitatis
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Baader Planetarium OD 0,6 ND Filter 2"
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,03s), 09.11.2014 ~00:20
Und diese fünf Bilder habe ich dann zu einem Mosaik zusammengefügt. Leider fehlten mir noch paar Regionen aber das Wetter hatte halt was dagegen.
Der Mond - Mosaik
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Baader Planetarium OD 0,6 ND Filter 2"
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,03s), 09.11.2014 ~00:20
Das Ergebnis ist doch gut - jetzt noch deutlich besseres Wetter und Seeing, dann habe ich bald ein gutes Mosaik vom Mond! Aber so ein Graufilter muss ich mir auch noch zulegen.

03 Oktober, 2014

First Light für Skywatcher Teleskop AC 102/500 Startravel

Ich habe mir nun doch einen zweiten Teleskop zugelegt - Skywatcher Teleskop AC 102/500 Startravel, 102/500 mm. Den Versuch mit einem Off-Axis-Guider längere Belichtungszeit zu erreichen habe ich aufgegeben. Natürlich ist es möglich aber lange nicht so komfortabel und bei manchen Objekten gar nicht möglich.

Bevor ich nun Zeit bekomme mein Teleskop so zu nutzen wie geplant, wollte ich ein paar Mond-Bilder machen. Diesen Teleskop kann ich natürlich auch für Übersichtsaufnahmen nutzen und größere Objekte ablichten. Aber hier schon mal ein paar Eindrücke erstellt mit meinen CCD-Kamera Omegon StarShoot G3 Monochrome CCD.
Der Mond
Teleskop: Skywatcher Teleskop AC 102/500 Startravel , 102/500 mm
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,03s), 03.10.2014 ~21:50
Der Mond - Copernicus, Mare Imbrium und Plato
Teleskop: Skywatcher Teleskop AC 102/500 Startravel , 102/500 mm
Barlowlinse: TeleVue 2,5x Powermate 1,25"
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,03s), 03.10.2014 ~22:10
Der Mond - Mare Serenitatis, Mare Tranquilitatis, Mare Crisium und Mare Fecunditatis
Teleskop: Skywatcher Teleskop AC 102/500 Startravel , 102/500 mm
Barlowlinse: TeleVue 2,5x Powermate 1,25"
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,03s), 03.10.2014 ~22:10
Die Bilder habe ich mit einem roten und UV/IR Sperrfilter gemacht. Für jede Serie habe ich 30 Bilder erstellt und diese mit AviStack2 gestackt. Danach das Ergebnis mit Registax6 mit Wavelet-Filter geschärft und danach noch mit Astra Image 4 bearbeitet.

27 September, 2014

Die Milchstraße im Osten von Berlin

Endlich wieder längere Nacht mit einem freien Himmel. Wir hatten die Fahrt mit mehr Leuten als sonst geplant aber schlussendlich ist nur der harte Kern der Mannschaft geblieben und wir waren nur noch vier. Nach sehr langer Zeit war auch der Prof. Frank Bauernöppel mit dabei, was mich persönlich sehr gefreut hat.

Wie schon angedeutet, wir hatten dieses Mal auch einen festen Plan. Mit dem 14'' Dobson wollten wir einzelne, interessante Objekte aufsuchen und anschauen. Frank und ich wollten parallel noch schöne Aufnahmen der Milchstraße (Übersichtsaufnahmen) anfertigen und mir war wichtig mit meinem C8 den sehr weit entfernten Uranus mit meiner CCD-Kamera festzuhalten.

Für die Bilder der Milchstraße habe ich meinen neuen SkyWatcher Teleskop auf die Mount gepackt und darauf dann die tolle Nikon D800 mit einem kleinen 28mm Objektiv. Genau richtig um mit Nachführung schöne Aufnahmen zu machen. Aber genau hier schlug der Fehler-Teufel zu.

Ich hatte dieses Mal einen anderen Notebook mitgenommen und wusste nicht warum die frisch installierte Guide-Software meine Mount nicht ansprechen konnte. So blieb nichts weiter übrig, als die Mount selbst die grobe Nachführung zu machen. Diese ist aber erstaunlich gut gelaufen! Ich hatte ja inzwischen einen Pol-Sucher zugelegt und gelernt diesen zu benutzen. Die Unterschiede bei der Nachführung sind entscheidend.

Wir hatten viel probiert, die Zeit ging wie im Flug vorbei und wir hatten schlussendlich zwei Serien erstellt. Hier die Ergebnisse.
Die Milchstraße- Schwan (Cygnus)
Teleskop: Skywatcher Teleskop AC 102/500 Startravel , 102/500 mm
Kamera: NIKON D800, ISO-800, RGB (240sec), 27.09.2014 ~22:30 @Frank Bauernoeppel
Ich hatte von 15 Bilder, je 20sec. mit ISO800, die besten 12 gewählt und diese, zum ersten Mal, mit Fitzwork4 zu einem Bild addiert. Das ging sogar gar nicht so schwierig. Obwohl mich das Ergebnis noch nicht überzeugt, so ist doch kein schlechtes Bild entstanden. Die Bilder mit 30sec. sind dann doch zu stark verschwommen gewesen. Aber auch hier kann man sehen, dass uns das Tauwasser auf der Linse behindert hat. Die "Hauptsterne" der Sternbilder habe ich noch zusätzlich mit Supernova-Filter im GIMP2 aufgebessert.

Danach, uns blieb noch eine Stunde Zeit, wollte ich mit dem C8 eine LRGB Aufnahme von Uranus machen. Aber durch die Kälte (etwa um die 6°C!) hielt der Akku von dem Notebook nicht mehr lange und ich habe nur 3 Probe-Aufnahmen machen können. Sehr schade!

Wie gesagt, hatten wir mit dem großen Teleskop noch viele Objekte angeschaut. Ringnebel, Double Cluster, Plejaden - um paar der bekannten zu nennen - und viele andre. Vielen Dank an alle die dabei waren! Freue mich schon auf den nächsten Mal!

PS: Dann möchte ich auch endlich die Nachführung haben und nutzen - dafür habe ich den kleinen SkyWatcher zugelegt.

08 August, 2014

Supermond 10. August

Als ich das letzte Mal zum Beobachten rausgefahren bin, da hatte ich nicht gedacht, dass ich gar keine Bilder mehr machen kann. Jedenfalls hat es nun über einen Monat mit dem Wetter nicht gepasst oder ich konnte es nicht zeitlich einrichten.

Aber am diesen Wochenende, kurz vor dem Vollmond des Jahres, hatte ich die eine Nacht mit freiem Himmel genutzt! Es sind tolle Bilder von unserem Mond geworden. Hier ein paar.
Der Mond
Meade Bildfeldebner/Focal Reducer f/6,3
Kamera: NIKON D50, ISO-200, (G)RGB ((0.11), 0.11sec), 08.08.2014 ~23.20
Ich habe bei diesem Bild 35 Einzelbilder mit AviStack2 durchlaufen lassen und danach mit Fitswork ein L-Kanal aus dem Grünen-Kanal erzeugt und dann kombiniert. Und danach war ich nicht zufrieden und habe im Netz gesucht und eine gute Anleitung für das Erstellen von Mondbilder gefunden - besonders das Nachbearbeiten nach den ersten Schritten wie oben beschrieben. Die Anleitung ist etwas älter aber dennoch sehr gut. Besonders die Software AstraImage 4 hat mir gefallen und ich habe es gleich gekauft.

Danach hatte ich noch mit meiner CCD-Kamera, auch wenn ich mittlerweile weiß, dass diese zu empfindlich ist, ein paar Regionen rausgesucht und diese durch ein 7ner-Okular fotografiert.
Der Mond - Mare Humorum und der Krater Gassendi
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,003s), 08.08.2014 ~23:50
Der Mond - Mare Humorum und der Krater Schickard
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,003s), 08.08.2014 ~23:50
Der Mond -  der Krater Schickard
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,003s), 08.08.2014 ~23:50
Und am 10. August hatte ich doch mehr Glück als die Wettervorhersage es ankündigte. Ich hatte kurze Zeit, etwa eine Stunde, fast freien Himmel! Und ich konnte diese Zeit nutzen um den Supermond des Jahres 2014 zu fotografieren.

Ich habe dennoch etwas mit Belichtungszeiten rumgespielt, da mir das letzte Foto an manchen Stellen zu überbelichtet erschien. Etwas weniger Belichtung war ja so oder so nötig, da der Mond nun größer (voller) war und dadurch mehr Licht reflektierte. Hier zwei Bilder mit unterschiedlicher Belichtungszeit.
Der  Supermond
Meade Bildfeldebner/Focal Reducer f/6,3
Kamera: NIKON D50, ISO-200, (G)RGB ((0.013), 0.013sec), 10.08.2014 ~00.05
Und eins mit etwas mehr Belichtungszeit.
Der  Supermond
Meade Bildfeldebner/Focal Reducer f/6,3
Kamera: NIKON D50, ISO-200, (G)RGB ((0.018), 0.018sec), 10.08.2014 ~00.00
Wie ich finde, ist das Bild mit weniger Belichtungszeit besser geworden.

Und hier noch ein mal das zweite Bild anders bearbeitet. Hier habe ich die einzelnen Farbkanäle nicht geschärft und direkt mit meinem neuen Programm (AstraImage) bearbeitet. Dann habe ich das Farb-Zwischenbild (Punkte unten) mit einem extra stark geschärften L-Kanal (eigentlich der G-Kanal) kombiniert. L-Kanal habe ich mit Registax6 und danach mit AI bearbeitet.
Der  Supermond
Meade Bildfeldebner/Focal Reducer f/6,3
Kamera: NIKON D50, ISO-200, (G)RGB ((0.013), 0.013sec), 10.08.2014 ~00.05
Ein paar Ecken sind etwas zu grün. Aber im ganzen gefällt mir das jetzt schon gut.

PS: Diese Schritte muss ich mir für AstraImage vormerken:

  1. deconvoluted
  2. local contrast enhancement (LCE )
  3. autocolor
  4. saturation boost

31 Mai, 2014

Die letzte Chance auf eine dunkle Nacht genutzt

Am Samstag war die Nacht perfekt für das Beobachten von Deep-Sky-Objekten. Natürlich habe ich diese genutzt und bin zusammen mit paar Stern-Freunden raus ins Feld!

Wir sind zu dritt mit drei Teleskopen rausgefahren. Und was für welche! Gut, meiner ist schon bekannt, C8. Dann hatten wir noch einen etwas kleineren dabei. Der dritte allerdings war ein Lichtsauger - 14,5'' Dobson! Hier zwei Bilder von dem Aufbau, als noch dicke Wolken über uns schwebten.
"Der Lichtsauger" - 14,5" Dobson
Der Aufbau
Während wir aufgebaut hatten, habe ich paar Bilde vom Mond gemacht.
Der Mond
Kamera: NIKON D50, ISO-400, RGB (8s), 31.05.2014 ~22:14
Die ganze Nacht habe ich mich mit Auto-Guiden versucht. Da ich aber nur einen Off-Axis-Guider habe, der immer mehr als eine absolute Fehlinvestition herausstellt, hatte ich überhaupt nichts hinbekommen. Ich finde keine Sterne die ich als Fixpunkt nutzen könnte. Selbst mit erfahrenen Kollegen wollte es einfach nicht klappen.

Aber die Nacht rettete der Lichtsauger! Einmalige Sicht auf Sternen- und Nebelformationen! Dazu tragen auch die tollen Okular entscheidend bei. Wir hatten viele Sternhaufen, zwei Kometen und einige Nebel angeschaut. Eine lange, kalte aber tolle Nacht. 

Alleine die Langzeitbelichtung klappte nicht. Deshalb habe ich aus Frust es mit 13 Sec. versucht. Seit dem ich meine Mount mit Hilfe von Polsucher besser einnorden kann, kann ich etwas länger belichten - auch ohne Guider. Natürlich ist es noch viel zu wenig. Hier paar Beispielbild.
Der Kugelsternhaufen Messier 3 
Meade Bildfeldebner/Focal Reducer f/6,3
Kamera: NIKON D50, ISO-1600, RGB (3,25min), 01.06.2014 ~00:50
Der Ringnebel Messier 57
Meade Bildfeldebner/Focal Reducer f/6,3
Kamera: NIKON D50, ISO-1600, RGB (2,6min), 01.06.2014 ~01.30

20 Mai, 2014

Saturn in der Opposition

Am letzten Dienstag gab es endlich gutes Wetter! Leider war zum Zeitpunkt der Opposition von Saturn, am 10. Mai, nie gutes Wetter. Aber noch ist der schöne Ring-Planet relativ nah zu Erde. Leider ist er nur sehr niedrig am Horizont zu sehen, sodass nur auf der Süd-Himmelssphäre seine Ringe bestaunt werden können.

Aus Berlin gesehen ist die Teilung der Ringe praktisch nicht zu erkennen. Zu sehr stört hier die Luft! Auf dem schwarzweiß Foto ist aber der Ansatz der Cassini-Teilung erkennbar. So ist mir dieses Foto doch ganz gut gelungen. Optisch ist viel weniger zu erkennen, deshalb habe ich die Farben ganz weggelassen.
Der Saturn
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,009s), 20.05.2014 ~23:50
Der Mars ist langsam aber sicher auch zu tief am Horizont. Hier ist mir auch nur ein schwarzweiß Foto gelungen (2x vergrößert). Farben sind, trotz guter Sicht, zu verschwommen.
Der Mars
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, L (0,009s)20.05.2014 ~22:15
Ich habe beide Bilder noch zusätzlich mit einem grünen Filter abgedunkelt, da gerade beim Mars der luminanz Anteil doch zu hell für meine empfindliche CCD-Kamera ist. Ich hatte oft überbelichtete Stellen. Mit dem grünen Filter gewinnt man zusätzlich ganz wenig mehr Schärfe.

14 Mai, 2014

SiFEZ und die Formierung des Universums

Ich habe gestern zum ersten Mal geschafft die Sternfreunde im FEZ e.V. zu besuchen. Kennengelernt habe wir uns bei der Lange Nacht der Wissenschaften 2014. Leider ist der Verein, der auch auf Facebook zu finden ist, zurzeit ohne einer Beobachtungsplattform aber das wird sich ändern. Jedenfalls werde ich ab sofort hier sicher öfters anzutreffen sein.

Als Abschluss der Meldung möchte ich ein kleines aber sehr interessantes Video bekannt machen über ein sehr ehrgeiziges und großes Projekt. Viel Spaß beim zuschauen! 

Wer darüber mehr erfahren möchte, kann da gerne auch auf scienceblogs.de tun. Hier bin ich auch selbst auf dieses Projekt Illustris aufmerksam geworden und da ich selbst gerne mit Computer-Cluster mich beschäftige, fand ich das doppelt spannend. Danke an der Stelle an Florian Freistetter!

03 Mai, 2014

Mittagssonne am Wochenende

Heute gab es wieder gutes Wetter am Mittag. Ich hatte ein paar Freunde zum Beobachten der Sonne eingeladen und am Ende paar gute Bilder gemacht. Das Wetter ist leider nur scheinbar gut gewesen. Weit oben in der Atmosphäre gab es einiges an "Dreck" was die Sicht stark verschlechterte. Das Ergebnis der Aufnahmen kann man dennoch zeigen.
Die Sonne 
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm, F/10
Kamera: NIKON D50, ISO-400, RGB (0,56s), 03.05.2014 ~14:45
Die Sonne - Sonnenfleck 2047 und 2051
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm, F/10
Kamera: NIKON D50, ISO-400, RGB (0,56s), 03.05.2014 ~14:45
Die Sonne - Sonnenfleck 2049 und 2050
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm, F/10
Kamera: NIKON D50, ISO-400, RGB (0,56s), 03.05.2014 ~14:45
Die Bilder habe ich mit einem Grünen- und IR/UV-Filter gemacht. Ich habe mit Registax6 50 Bilder ausgewertet und davon 14 besten zum Summieren ausgewählt. Dann mit dem Wavelet-Filter geschärft. Zum Schluss habe ich noch mit Gimp den roten Kanal geladen und diesen gefärbt (Hue 60, Saturation 30, Lightness 0). Der grüne Kanal ging zwar auch schien mir aber weniger gut. Die Bezeichnung der Sonnenflecken und die aktuelle Sonnen-Ansicht kann man online finden.

28 April, 2014

Der Jupiter und Mars beherrschen unseren Himmel

Am Freitag hatten wir wieder gutes Wetter - für Berlin. Ich wollte natürlich wieder paar Fotos machen und bin deshalb gleich hinter unserem Haus mit meinem Teleskop raus ins Feld.

Bevor der Jupiter durch einen Baum verdeckt wurde, habe ich diesen schnell aufgenommen. Der war da! Kann ich jetzt beweisen! Leider ist die Sicht in Berlin doch recht schlecht, sodass nicht mehr zu sehen ist als paar Wolkenbänder. Details in diesen Wolken sind nicht zu erkennen. Dennoch, mit etwas mehr Übung und besseren Einstellung (z.B. Kollimation), kann man später mehr Details rausholen. Ich habe dieses Mal auch nur die Barlowlinse benutzt, also nicht die volle Vergrößerung des Teleskops genutzt.
Der Jupiter
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, LRGB (0,11s, 0,11s, 0,11s, 0,11s), 25.04.2014 ~22:35

Gut, den Jupiter ist nicht besonders schwierig auf dem großen Himmel zu finden. Eigentlich war dieser Gasplanet schon die letzten drei Monate der Herrscher am Himmel. Aber seine Zeit ist fast vorbei. 

Jetzt kommt der Mars immer höher und früher raus. Dieser ist ungleich kleiner aber dafür auch deutlich näher an der Erde. Sein helles, orange-rötliches Licht ist genau so einfach am Himmel zu finden. Dennoch, es ist kein einfaches Objekt. Nach dem ich an meinen Teleskop geschraubt hatte, was mir übrigens nicht besonders gut gelungen ist, habe ich auch den Unterschied zum Jupiter bemerkt. Der Mars hat mehr "Farbe" auch wenn der doch weniger hell ist. Dadurch, dass mein Spiegel nun doch nicht perfekt ausgerichtet ist (Kollimation), fällt das Licht ganz schön schief rein. Das Bild unten zeigt jedenfalls viel Unschärfe, gerade am Rand von der "Kugel" gut sichtbar. Im Vergleich zum letzten Bild ist es sogar schlechter. Dieser Fehler ist beim Jupiter gar nicht so aufgefallen.
Der Mars
Teleskop: Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop Advanced C8, 8'', 203/2032 mm
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, RGB (0,012s, 0,012s, 0,012s), 25.04.2014 ~23:45
Zum Schluss wollte ich daher wieder etwas an meinem Teleskop arbeiten und die Kollimation zu verbessern. am Ende, auch wenn ich nicht ganz zufrieden gewesen bin, habe ich etwas mit meinem Autoguider geübt. Zusammenfassung: Ich brauche unbedingt eine Shapleylinse

Da ich am Freitag mit der Kollimation nicht mehr fertig wurde habe ich noch mal am Sonntag das gute Wetter genutzt und da weiter gemacht und bin der Meinung, dass meine Spiegel im Teleskop nun besser ausgerichtet sind. Freue mich schon auf die nächste Nacht.

Edit:
Ich habe beim Bild von Mars die Farben etwas verbessert.

20 April, 2014

Mars in der Opposition und Berlin unter den Wolken

Jetzt habe ich schon an mehreren Tagen probiert den Mars aufzunehmen. Leider ist die Sicht durch Wolken, Nebel oder einfach sehr starke Turbulenzen in der Luft behindert.

Ich konnte daher bis jetzt nur ein Anschein von einem Planeten in "unserer Nachbarschaft" festhalten. Bis jetzt war es kaum Mars als ein großer Fleck. So hatten wir am Samstag, dem 29.03. wirklich tolles Wetter am Tage gehabt aber zum Abend hin nur noch Nebel! 

Aber am 17.04., da ist der Tag mal wieder voller Wolken gewesen, hatte ich am Abend für etwa eine Stunde eine Lücke erwischt. Ich hatte eigentlich nicht vor gehabt Mars zu fotografieren, sondern wollte mein Teleskop einstellen (Kollimation). Und selbst das nur zum üben, denn das Seeing ist dafür schlecht gewesen. Nun, nach dem ich zufrieden war, war es schon 22 Uhr. Und das ist genau die Zeit, wo von meinem Balkon aus der Mars zwischen dem Haus und dem großen Baum vor meiner Haustür zu sehen ist. Da wollte ich natürlich die Gelegenheit nicht entgehen lasse, zumal schon neue Wolken anrückten. Hier das Ergebnis, was sich doch sehen lässt.
Der Mars
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, RGB (0,01s, 0,01s, 0,01s), 17.04.2014 ~22:05
Auch die Sonne, selbst an scheinbar guten Tagen, ist schwierig festzuhalten. Hier habe ich noch Schwierigkeiten mit der Fokussierung, wenn ich meine Nikon D50 nutze. Deshalb kommt bis jetzt nicht mehr als zum Beispiel dieses Bild raus.
Die Sonne
Kamera: NIKON D50, 1/60 Sek., ISO-200, 16.04.2013 ~17:15
Was die Sonne angeht, da muss ich noch lesen wie das geht... Aber man kann sehen, dass die Sonne sehr aktiv ist (viele, große Sonnenflecken).

Edit:
Gerad noch die Sonne mit einem Smart-Phone aufgenommen.

18 März, 2014

Und wieder paar Übungen mit dem Jupiter.

Am Montag habe ich das gute Wetter wieder genutzt um ein paar Fotos von Jupiter zu machen. Mars ist zwar um 3 Uhr recht hoch am Himmel aber ich muss ja auch arbeiten. In der Woche schaffe ich auch nicht weiter als zum Balkon, wo direkt eine Laterne schon die tolle Sicht verbessert... Hier ein RGB-Bild, weil mal wieder die L-Bilder nicht so gut wurden. Dieses mal habe ich eine Barlowlinse benutzt.
Der Jupiter
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, RGB (0,04s, 0,04s, 0,04s), 10.03.2014 ~22:15
Edit:
Ich habe nun etwas Zeit gehabt um das Bild noch einmal zu verbessern. Habe dieses mal die einzelnen Farben (LRGB) im RegiStax6 addiert. Dabei hat mich diese Anleitung sehr viel weiter gebracht! Wie man am Ergebnis auch sehen kann. Muss ich gleich mal noch die alten Fotos anschauen!
Der Jupiter und Io
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, LRGB (0.04, 0,04s, 0,04s, 0,04s), 10.03.2014 ~22:15
Edit2:
Also langsam begreife ich RegiStax6. Diese Video-Anleitung hat doch mehr in sich als ich dachte. Hier ein verbessertes, besser gesagt neu erstelltest, Bild vom Jupiter und seinen Galileische Monde. Gestackt und Wavelet mit RegiStax6, danach mit Fitswork die einzelnen LRGB-Bilder über einander gelegt und um Faktor zwei Vergrößert. Im Vergleich zum alten Bild ist es deutlich besser geworden.
Der Jupiter und die Galileische Monde (Callisto - Ganymede - Io - Jupiter - Europa)
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, LRGB (2,4s, 1,6s, 1,6s, 1,6s,), 23.02.2014 ~21:30

23 Februar, 2014

Der Jupiter und seine Monde

Am Wochenende hatte ich etwas Zeit und gutes Wetter gehabt um Jupiter und seine Monde zu fotografieren.
Nach diesen Fotos hat sich zu viel Kondenswasser abgelegt und ich musste aufhören. Gute Sicht aber zu viel Wasser auf dem Spiegel...

Der Jupiter und die Galileische Monde (Callisto - Ganymede - Io - Jupiter - Europa)
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, RGB (1,6s, 1,6s, 1,6s,), 23.02.2014 ~21:30

Am Montag war die Sicht wieder gut, auch wenn ganz leichte Wolken ab und an die Sicht leicht störten. Wir hatten ja am Vortag aufgehört bevor ich den Jupiter ganz groß ablichten konnte. Das ist gar nicht so einfach.
Meinen Sucher hatte ich schon genau auf Jupiter ausgerichtet gehabt aber die Kamera hatte nur Rauschen gezeigt. Ganze Stunde habe ich gebraucht, bis ich Jupiter direkt in der Mitte hatte und durch meinen 7ner Okular ablichten konnte. 
Der Jupiter
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, RGB (2,4s, 2,4s, 2,4s,), 24.02.2014 ~22:30
Beim Wechseln des Filters im Filterrad hatte ich wieder alles verstellt und musste wieder sehr lange Jupiter suchen. Als ich die B-Bilder gemacht hatte, hatte sich die Sicht schon deutlich verschlechtert. Es ist dennoch ein gutes Bild entstanden. Leider nur mit einem schlechten L-Kanal, deshalb habe ich es weggelassen.

Hier noch mal das letzte Bild aber etwas anders bearbeitet.
Der Jupiter
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, RGB (2,4s, 2,4s, 2,4s,), 24.02.2014 ~22:30
Ich habe beim ersten Bild die median Farbwerte genommen und beim zweiten die Farbwerte addiert. Auf meinem Notebook habe ich die rötlichen Anteil nicht so stark gesehen und dadurch die Farbwerte falsch abgestimmt. Das Bild ist aber ein kleines Stück schärfer. Der Hauptunterschied liegt wohl darin, dass ich viel mehr Bilder herausgefiltert habe, die nicht ganz so gut wurden.

12 Februar, 2014

Ein paar Übungen mit der StarShoot G3

Schlechtes Wetter bzw. Seeing für die Astronomie im Februar. Ich hatte dennoch ganze zwei Mal geschafft ein paar schlechte Fotos von Jupiter und Mond zu machen. Hier ein paar Beispiele, die alle aus der letzten Woche stammen als wir wenigstens keine Wolken hatten. Gemacht hatte ich diese Bilder direkt hinter unserer Wohnung auf der Wiese.
Der Jupiter
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCD, LRGB (0,16s, 0,08s, 0,08s, 0,08s,), 12.02.2014 ~21:10
Die größte Schwierigkeit beim fotografieren mit der neuen Kamera ist das Ausrichten auf das Ziel. Durch die starke Vergrößerung, bei der leider auch mehr Störung auftritt, kann man relativ lange brauchen bis das Objekt direkt in der Mitte landet. Da fällt mir gerade auch keine Möglichkeit ein um das zu beschleunigen.

Beim so großen Objekt wie der Monde ist es dann schon einfacher. Allerdings ist hier die StarShoot G3 viel zu empfindlich. Ganz ohne Filter (nur L-Filter eingesetzt). Ich muss in der Zukunft noch deutlich abdunkeln um bessere Bilder vom Mond zu machen.

Der Mond - Mare Imbrium, Sinus Iridium und Plato
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCDL (20 x 0,001s), 12.02.2014 ~22:30

Der Mond - Mare Imbrium und Sinus Iridium
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCDL (20 x 0,001s), 12.02.2014 ~22:35

Der Mond -  Krater zwischen den Mare Nectaris und Mare Australe
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCDL (20 x 0,001s), 12.02.2014 ~22:40

Der Mond -  Oceanus Procellarum, Kepler und Copernikus
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCDL (20 x 0,001s), 12.02.2014 ~22:45

Der Mond -  Oceanus Procellarum und Mare Humorum
Kamera: StarShoot G3 Monochrome CCDL (20 x 0,001s), 12.02.2014 ~22:50