16 Februar, 2016

Der Mond bei der klirrender Kälte

Wenn der Mond zunimmt und das Wetter gut ist, dann kann man kaum was anderes fotografieren als unseren Trabanten. Bei der letzten Gelegenheit hatte ich bei der Aktion SiFEZ hilft - zusammen mit FEZ und Lebensnah e.V. nur paar Bilder des Mondes erstellt. Dieses mal war ich ganz alleine und nach mehrere Stunden in der Wildnis habe ich endlich ein volles und schönes Mosaik aus 34 einzelnen Aufnahmen erstellt! Auch wenn das Seeing schlecht war, das Bild ist dennoch gut.
Halbmond - 34x Mosaik
Das waren wirklich anstrengende 5 Stunden (Aufnahmezeit) und ich muss mir für Vollmond noch was besser einfallen lassen. Dann brauche ich ja fast doppelt so viele Einzelbilder... Bei der Aufnahme mit FireCapture habe ich je Aufnahmevideo ein Vorschaubild erstellen lassen. Diese muss ich dann in einem Panorama-Software immer zusammen bauen lassen, damit ich sehe ob ich ein Teil von Mond vergessen habe. So eine Software hatte ich dieses mal nicht dabei gehabt und deshalb auch ein kleines Loch im Mond am Ende.

Die einzelnen Videos habe ich mit AutoStakkert2, danach im Registax6 Wavelets und zum Abschluss noch mit Astra Image 4.0 Deconvolution (Sharpening) und Micro-Kontrast-Filter bearbeitet. Das Mosaik habe ich dann mit Microsoft Image Composite Editor zusammengestellt und das Gesamtbild mit Fitswork 4 im Kontrast abgestimmt.

Edit:
Ich habe das Bild nun neu gemacht. Dieses mal habe ich nur Astra Image 4.0 Deconvolution (Sharpening) benutzt (Itar: 10, Blur kernel size: 3, decon strength: 8) und konnte so mehr Details hervorheben und das Bild ist dadurch besser geworden. Gefällt mir jetzt auch sehr gut!

Das Originalbild ist viel zu Groß für mein Blog - 4187 x 5581 Pixeln, 130MB. Deshalb habe ich mich doch bei Flickr angemeldet. Dort kann ich die Bilder auch in voller Größe zeigen.
Mond

13 Februar, 2016

Orionnebel mit längeren Belichtung und Guiding

Ich habe den Freitag und das halbwegs gute Wetter genutzt und bin rausgefahren um paar Fotos zu machen. Die Software und Hardware war schnell eingestellt und der kleine Esprit 80ED ausgekühlt. Dann ging es an den Orion.

Dieses mal wollte ich auch etwas länger als 30 Sekunden belichten. Leider ist keine einzige Aufnahme mit 1 Minute gelungen und von den 2 Minuten Belichtung sind nur 2 übrig geblieben. Grund war die Kälte und das schlechte Schmierfett meiner AS-GT Montierung. Beim Guiding hatte ich nur noch Sprünge gehabt, als hätte alle 20 - 30 Sekunden der Boden gebebt. 

Am Ende hatte ich immerhin 2x120s, 21x30s, 6x15s und 4x7s Bilder gehabt aber alle mit recht unklar definierten Sternen. Dennoch, ich habe das Ergebnis, welches alleine kaum zeigenswert ist, mit meiner älteren Test-Aufnahme kombiniert. Dabei ist ein halbwegs zu gebrauchendes Bild rausgekommen mit Gesamtdauer von 23 Minuten und 30 Sekunden. Natürlich immer noch weit von dem weg, was mit Esprit 80ED möglich ist. Vor Allem die Belichtungszeiten über 120 Sekunden fehlen sehr - ich hatte eigentlich noch 20x240s gehabt :(.

M42 Orionnebel
Zum ersten mal habe ich auch Dark-Frames erstellt und nicht die Kamera eigene Rauschunterdrückung benutzt (was nichts anderes ist). Grund dafür ist klar: man kann in der Hälfte der Zeit gleiche Anzahl der Bilder machen oder bene doppelt so viele in der gleichen Zeit. Die Dark-Frames kann man ja zum Schluss beim Abbau machen. Das Ergebnis ist dadurch kaum schlechter geworden. Die Kamera schneidet, gefühlt, besser ab als DSS aber wie gesagt, die Zeit...

Ich habe ebenfalls probiert die Aufnahmen von zwei Tagen direkt im DSS zusammen zu kombinieren. Leider ist dabei bis jetzt nur Murks rausgekommen. Muss ich noch mal genauer anschauen...

Nach Orion habe ich noch Versucht den Kometen Catalina (C/2013 US10) zu fotografieren. Leider ist auch das an der Nachführung gescheitert. Einzelne Bilder zeigen zwar im Ansatz den Kometen aber auch nicht mehr.
Catalina (C/2013 US10)

07 Februar, 2016

M88, M91 und Virgo-Galaxienhaufen

Zwar gab es am Samstag gutes Seeing aber leider ganz dünne Wolken, die die Sicht störten. Ich bin deshalb, anders als geplant, nicht rausgefahren. Aber da ich meinen kleinen Esprit 80ED weiter testen wollte, bin ich doch raus hinter das Haus. Die Stadtbeleuchtung hat die Sicht noch mal schlechter gemacht - Orionnebel hat man ohne Hilfsmittel gar nicht gesehen. Ich habe paar Objekte versucht zu fotografieren aber bei einer Minute Belichtungszeit habe ich nur Stadtlicht gesehen und nichts weiter.

Gegen 2 Uhr wurde es etwas besser und ich habe die M88 Galaxie, die zum Virgo-Galaxienhaufen gehört, fotografiert.  Die Galaxien sind nicht gut zu sehen aber ein Bild habe ich dennoch - leider ohne viel Farbe dabei.
M88, M91 und Virgo-Galaxienhaufen